Philosophische Themen
Essays Verschiedenes, Randthemen oder sonstige Sachverhalte
Diese Rubrik ist ein buntes Sammelsurium für Gedankenspiele, Hypothesen, unbequeme Fragen mit philosophischem Bezug, innovative Antworten, auch Meinungen. Dabei werden großzügig die Grenzen zu soziologischen oder psychologischen Wissenschaftsdisziplinen überschritten. Was hier geschrieben steht, erhebt nicht den Anspruch, der endgültigen Wahrheit und muss nicht „meiner Meinung“ entsprechen. Es kann aber ein Impuls sein – ein Gedanke, der Sie wach macht, eine Behauptung, die Ihr Denken in Bewegung bringt. Und selbstverständlich kann ich mit diesen Beiträgen nur ein bescheidenes philosophisches Themenspektrum abbilden.
Der Essay (von französisch: essayer – probieren, testen, versuchen) ist eine der freiesten Schreibformen, die man sich denken kann. Es soll primär versucht werden, über ein Thema oder eine Fragestellung intensiv nachzudenken und die wesentlichen Erkenntnisse dieses Nachdenkens auf Papier zu bringen.
Als Thema oder Fragestellung ist fast alles möglich. Alles, worüber man philosophisch nachdenken kann (und das ist ja so ziemlich alles!), kommt in Frage. Selbst, wenn das Thema oder die Fragestellung vorgegeben ist, kann man sich in der Regel immer noch aussuchen, welche Teilaspekte man besonders beleuchten will.
Denn obwohl der Essay philosophisch sein soll (und damit nicht bloß wilde Thesen, sondern auch tragfähige Begründungen enthalten soll!), muss keine streng wissenschaftlich vollständige Erörterung des Themas vorgelegt werden. Erwartet wird, dass man ein Thema individuell beleuchtet, also auch Beispiele aus der eigenen Erfahrungs- und Wissenswelt einfließen lässt; wie so oft genügt es ebensowenig, sich bloß auf Autoritäten zu berufen (z. B. „Gott existiert, weil die Bibel/der Koran/usw. das sagen“), wie es nicht genügt, ausschließlich Erfahrung als Argument anzusetzen.